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Rahmenformen und -geometrie |
Diamant- oder Roverrahmen, traditionell als „Herrenrahmen“ bezeichnet
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Schwanenhalsrahmen mit tiefem Durchstieg, traditionell als „Damenrahmen“ bezeichnet
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Vollgefederter Rahmen eines Geländefahrrades
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Rahmenkonstruktion eines Pedersen-Fahrrades
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Wave-Rahmen bei einem Pedelec
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Rahmenformen und -geometrie
Die Bauart und Ausführung des Fahrradrahmens bestimmen wesentlich die (Fahr-)Eigenschaften des Fahrrads. Man unterscheidet verschiedene Rahmenformen:
- Als beste (ideale) Kombination aus Stabilität und Gewicht hat sich der Diamantrahmen herausgestellt. Seinen Namen erhielt er durch eine falsche Übersetzung von „Diamond“, was auch Raute bedeutet und die Rahmenform beschreibt. Er bildet sich aus einem Trapez und einem Dreieck, die eine optimale Verteilung der Kräfteeinwirkungen gewährleisten. Das Trapez bildet den Hauptrahmen, bestehend aus Oberrohr, Unterrohr, Steuerrohr und Sitzrohr. Das Dreieck nennt man Hinterbau, bestehend aus Sitzstreben, Kettenstreben und Sitzrohr. Beide haben als verbindendes Element das Sattel- oder Sitzrohr und das Tretlagergehäuse.
- der gefederte und stabile Fachwerkrahmen eines Moulton-Rades stellt eine weitere Alternative dar. Das starre Rahmenwerk eines Dursley-Pedersen-Rades weist eine ähnliche Komplexität auf.
- Beim Kreuzrahmen kreuzen sich mittig das Sitzrohr welches zum Tretlager geht mit dem Rohr, welches vom Steuerrohr (Lenker) zum Hinterrad geht und sich dann zur Hinterradgabel teilt. Diese Bauform ist eine der ältesten Konstruktionen und nicht sehr steif. Monocoque-Rahmenkonstruktionen aus Verbundmaterialien (vor allem Carbon) können allerdings ebenfalls ähnliche Konstruktionen aufweisen. Das teure und schwer zu verarbeitende Material hat aber bei günstigeren Alltagsrädern keine weitere Verbreitung gefunden.
- Der Trapezrahmen ist ein Diamantrahmen mit abgesenktem Oberrohr. Das Oberrohr kann gerade oder geschwungen zum Sattelrohr führen. Dies ermöglicht – vor allem Frauen in Röcken und älteren Menschen – einen tiefen Durchstieg.
- Der Anglaiserahmen ist ebenfalls ein Rahmen mit einem etwas tieferen Durchstieg. Bei ihm ist das Oberrohr, das vom Sattelrohr ab zweigeteilt ist (zusätzlich zu Sattel- u. Kettenstreben) zum Hinterrad geführt.
- Der Schwanenhalsrahmen hat zwei geschwungene und parallel verlaufende Hauptrahmenrohre.
- Der Waverahmen ist der meistverkaufte Damenrahmen und wird in sogenannten Cityrädern verbaut. Er hat nur ein groß dimensioniertes Unterrohr, das wie eine Welle (Wave) geschwungen ist, und das oberhalb des Tretlagergehäuses ein kleines Verstärkungsrohr hat.
- Der Easy Boarding Rahmen oder auch Tiefdurchsteiger, fälschlich als Tiefeinsteiger bezeichnet weist den tiefsten Durchstieg auf. Hier ist das alleinige groß dimensionierte Unterrohr entgegengesetzt zum Waverahmen geschwungen. Hier ist der Durchstieg noch vor dem Tretlager möglich und somit extrem tief.
Diese Benennungen haben sich im Laufe der Zeit und in den verschiedenen Ländersprachen geändert. Bei den Mountainbikes (MTB) hat sich ebenfalls der Diamantrahmen durchgesetzt, obwohl hier auch häufig mit alternativen Rahmenformen experimentiert wird; nicht zuletzt aus modischen Gründen:
- Der Y-Rahmen. Vom Steuerrohr führt nur ein Rohr, das sich dann gabelt zum Sattelrohr. Diese Rahmen werden entweder ungefedert bei Jugendrädern, oder vollgefedert bei Mountainbikes angeboten.
- Ungefederte MTB-Rahmen werden Hardtails genannt.
- MTB-Rahmen mit gefedertem Hinterbau nennt man Full Suspension oder Fullys. Hier unterscheidet man dann noch Eingelenker, Mehrgelenker und Viergelenker, je nach Konstruktionsprinzip sowie der
- Anzahl und Platzierung der Gelenke.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Fahrradrahmen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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