Sämtliche Lager und natürlich auch Deine Kette sind auf Schmiermittel angewiesen, damit alles reibungslos läuft.
Bitte achte dabei nicht nur auf die Quantität sondern auch auf die Qualität des Schmiermittels.
Vorab mal einen Satz an alle Mountain-Biker
Die Kette wird gereinigt und geölt, wenn Du nach Hause kommst. Punkt.
Und nicht erst bevor Du mit deinem Bike auf Tour gehst.
Denn die meisten Ketten verrotten in der Garage und nicht im Wald. Na klar, eine Kette braucht das gleiche Tuning wie Deine Frau auch!
Erst mit einer Bürste abschrubben, dann mit einem Lappen sauber polieren und dann eine vernünftige Lotion auftragen.
Wie soll ich sie am besten pflegen?
Gute Frage. Über Kettenpflege ist bestimmt mehr geschrieben worden als zu jedem anderen Thema. Es gibt dicke Öle, dünne Öle, Fette und alle möglichen Sprays.
Unsere Meinung:
Hauptsache Du nimmst ein vernünftiges, brauchbares Produkt aus dem Fachhandel und benutzt es in der Menge eher sparsam dafür aber sehr häufig.
Und warum sparsam und oft?
Nur ein ständig vorhandener Schmierfilm erfüllt die Funktion der Schmierung. Dies aber ist schwierig zu erreichen. Auf gar keinen Fall solltest Du Deine Kette erst dann schmieren, wenn sie quietscht oder gar rostig ist. Dann ist die Kette schon hinüber. Die Kette sollte so trocken wie möglich laufen, ohne zu quietschen.
Wie mache ich das?
Als erstes die Kette mit einer Bürste und danach mit einem trockenen Lappen kräftig abreiben damit der Schmutz runter geht. Eine ölige und verdreckte Kette zieht Sand und Schmutz magisch an. Die dadurch entstehende Schleifpaste steigert den Verschleiß unnötig. Und danach auf jedes Glied einen kleinen Tropfen Öl geben. Bei einem Rad mit Kettenschaltung kannst Du dazu einfach die Kurbel rückwärts drehen und mit der anderen Hand etwas Öl dabei auf die Kette tropfen lassen.
.......und wie lange hält so eine Kette?
Hast Du ein Fahrrad mit Nabenschaltung?
Ja, dann hält die Kette sehr, sehr lange.
Hast Du ein Rad mit Kettenschaltung?
Dann musst Du Dich mit dem Thema Verschleiß auseinander setzen. Die Kette ist ein Verschleißteil und hält zwischen 1500 und 3000 Km je nach Einsatz, Behandlung und Pflege und nicht 100 Jahre, wie Sie vielleicht glauben. Irgendwo dazwischen ist das Leben Ihrer Kette zu Ende. Es lässt sich nicht vermeiden. Mit der Zeit längt sich die Kette, die Abstände zwischen den einzelnen Bolzen verändern sich.
Ergebnis? Die Kette passt nicht mehr richtig auf die Zahnräder und sollte zu diesem Zeitpunkt ausgetauscht werden. Ca. bei 1000 km Zeitpunkt 1 (kann man z.B mit einer Kettenlehre messen).
Was passiert, wenn ich die Kette dann nicht austausche?
Zunächst mal gar nichts. Du brauchst keine Angst zu haben, dass gleich die Kette reißen wird.
Aber, der Verschleiß geht weiter- die Ritzel hinten, vorne die Kettenblätter und als letztes das Schaltwerk und dessen Laufrollen. Irgendwann geht einfach gar nichts mehr. Die Schaltung funktioniert nicht mehr richtig und die Kette fängt an über die Ritzel zu rutschen - was gefährlich ist! (Zeitpunkt 2) Sportler und Reiseradfahrer können sich überlegen zum Zeitpunkt 1 zu wechseln. Alltagsfahrer wechseln in der Regel die Kette zum Zeitpunkt 2. Du Musst damit rechnen, dass Du die Kette und das hintere Zahnkranzpaket zusammen austauschen musst.
TIP: Schau Dir bei dieser Gelegenheit auch gleich die Bremsbeläge und auch die Reifen an. Nach unserer Erfahrung sind sie oft zum gleichen Zeitpunkt verschlissen.
Wer mehr zu diesem Thema wissen will: Wir geben gerne Auskunft.
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